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24 Stunden Feuerwehrjugend 2006

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23.06.2006

Am Wochenende vom 22. auf den 23. Juli 2006 wurde für die Feuerwehrjugend eine Übung der ganz speziellen Art organisiert. Bereits zum zweiten Mal in der Feuerwehrjugendgeschichte der FF Wolfsgraben durfte die FJ einen 24 Stunden Dienst absolvieren. Während dieser Zeit gab es Freizeit zum Fußball und Karten spielen, Fernsehen, Zeit für Schulungen und natürlich wurde auch die Jugend zu Übungseinsätzen alarmiert.

Alles begann am Samstag um 14 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und tropischen Temperaturen.
Die 9 Männer der Feuerwehrjugend rückten mit Schlafsack, Unterlegmatte, Zahnbürste und Wechselwäsche hoch motiviert in die Feuerwehr ein. Unser Kommandant Hauptbrandinspektor Christian Lautner begrüßte danach die Mannschaft und stellte sie bis Sonntag 14 Uhr in den "Dienst". Danach gab es eine kurze Einweisung vom Jugendführer Florian Krebs. Die Jungmänner richteten sich ihre Spints in der Fahrzeughalle ein. Sie bekamen Handschuhe und Helme. Diese beschriftet sie sorgsam damit es zu keinen Verwechslungen kommen kann. Anschließend wurde das Bettenlager im Sitzungssaal aufgebaut. Manche schliefen mit Ihren Schlafsäcken am Teppichboden, andere kamen mit Luftmatratzen oder sogar mit Feldbetten und Kopfpolster. Nachdem alles aufgebaut war, konnten die Jugendlichen ihre Freizeit genießen - doch nicht sehr lange. Um 15:30 Uhr heulte die Sirene für die Feuerwehrjugend - PKW Bergung mit Menschenrettung am Roppersberg/B13. Sofort sausten alle in die Fahrzeughalle. TANK2 und RÜST Wolfsgraben rückten zum Einsatzort aus. Ein VW Käfer raste zu schnell in eine Kurve und kippte um. Der Fahrzeuglenker war noch im Fahrzeug eingeklemmt. Der Einsatzleiter - Roman Nimmerichter - ließ sofort einen Brandschutz aufbauen und ein Mann rückte mit dem SAN Koffer an. Nach kurzem Überlegen wie sie diesen Einsatz bewältigen können, wurde das Fahrzeug gesichert und es wurde mittels Schere und Spreitzer das Dach aufgeschnitten. Nach kurzer Zeit konnte auch die Verletzte Person - Doris - befreit werden. Zuletzt gab es noch kühle Getränke, und um 16:30 Uhr rückten wieder alle ins FF Haus ein.
Von 16:45 bis 17:45 Uhr fand eine Erste Hilfe Schulung unter der Leitung von VM Walter Brunner statt.
Um 18 Uhr begannen dann die Jugendlichen mit der Zubereitung ihres Nachtmahles. Es gab Toast mit Schinken und Käse. Nach dem Essen wurde dann wieder die Küche gereinigt.
Um 19 Uhr heulte abermals die Sirene für die FJ - Eingeklemmte Person unter Traktor. Wieder rückten die Jugendlichen mit TANK2 und RÜST aus. Am Einsatzort angekommen zeigte sich folgendes Bild - ein Fahrradfahrer wurde von einem Traktor mit einer Frontschaufel erfasst, und eingeklemmt. Jedoch war die Hydraulik defekt, und die Kiste konnte nicht mehr hochgehoben werden. Der Einsatzleiter entschied diese Aufgabe mit Hebekissen zu bewältigen. Nach kurzer Zeit war die Fahrradfahrerin - Doris - wieder befreit. Die Jugendlichen bekamen wieder kalte Getränke und um 19:45 rückten wieder alle in FF Haus ein. Nachdem sich die Temperaturen langsam in einen angenehmen Bereich bewegten, nützen die Jugendlichen ihre Freizeit zum Fußballspielen.
Bereits zum dritten Mal läutete das Telefon um 21 Uhr in unserer Nachrichtenzentrale und ein Unfall wurde gemeldet - Eingeklemmte Person unter Anhänger. Mit TANK2 und RÜST rückten alle zum Einsatzort aus. Die Bäuerin Doris wollte gerade einen Anhänger mit Holz beladen als dieser umkippte und sie einklemmte. Mittels Muskelkraft konnte der Anhänger weg gehoben werden und in kürzester Zeit wurde die Person befreit. Um 21:30 Uhr wurde die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt, und alle widmeten sich wieder dem Fußballspielen. Die Nachtruhe begann um 23:30 Uhr. Doch sehr lange sollte sie nicht dauern. Um 0:40 Uhr wurden die Jugendlichen mit dem Aufheulen der Sirene wieder aus ihren Betten gerissen. Die ersten schliefen bereits. Mittels TANK2 und RÜST rückten alle zum Einsatzort auf die B13/Stengg Parkplatz aus. Ein betrunkener Mann ist mit dem Tranktor in einen Graben gefahren und eingeschlafen. Sofort wurde die Einsatzstelle mit den Lichtmasten vom TANK2 und RÜST ausgeleuchtet.
Mittels Unterlegkeilen wurde der Traktor gegen ein Wegrollen gesichert, es wurde der Fahrzeugschlüssel abgezogen und dann versuchten sie den Mann aufzuwecken - doch keine Chance. Sie griffen sogar zu einem Kübel Wasser, doch der Betrunkene schlief einfach weiter. Schließlich versuchten sie den Mann vom Traktor zu heben - doch das erstelle sich als keine leichte Aufgabe. Mit ganzer Kraft hoben sie ihn auf den Kotflügel und ließen ihn dann hinunterrutschen. Dann endlich war er munter! Um 1:30 Uhr konnten wieder alle einrücken und bis in die frühen Morgenstunden schlafen.
Aufgeweckt wurden sie nicht so sanft wie sie es vielleicht von daheim gewohnt sind - um 8:40 Uhr stand der nächste Einsatz auf dem Plan - Tierrettung! Mit TANK2 und Rüst fuhren alle zum Einsatzort - Forsthaustraße/Familie Beck. Folgendes Bild zeigte sich den Einsatzkräften: Eine teure Perserkatze ist aus dem Haus gelaufen und auf einen Baum geklettert und ist dann nicht mehr von alleine hinunter gekommen. Mittels Schiebeleiter konnte die Katze jedoch rasch gerettet werden und unversehrt wieder dem Besitzer übergeben werden. Um 9:15 Uhr waren wieder alle eingerückt. Danach wurde das Frühstück zubereitet. Kakao, frische Semmeln, Nutella, Marmelade und Orangensaft stand auf dem Speiseplan.
Nachdem die Temperatur bereits wieder die 25 Grad Marke erreicht hatten, war es zu heiß zum Fußballspielen draußen, und somit wurde der Tischfußballtisch zur Freizeitbeschäftigung, doch nicht allzu lange.
Um 11:14 Uhr langte der nächste Notruf ein - Einklemmte Person unter Anhänger. Sofort rückten alle zum Einsatzort in die Josef Huttererstraße/Hechls aus. Der Mannschaft zeigte sich folgendes Bild: Ein Bauer ist mit dem Traktor zu schnell um die Kurve gefahren und dabei ist der Güllefassanhänger umgekippt. Wie es der Zufall so möchte, ist aber gerade die Bäuerin Doris in der Kurve gestanden, und wurde vom Anhänger erfasst und darunter einklemmt. Mittels Hebekissen wurde der Anhänger soweit angehoben dass Doris befreit werden konnte. Abschließend wurde noch der Anhänger mittels Seilwinde vom TANK2 aufgestellt. Danach lud uns Familie Hechl zum Mittagessen ein. Es gab Würstel vom Grill.
Um 12:30 Uhr waren wieder alle im Feuerwehrhaus eingerückt, und es wurde mit der Reinigung begonnen. Alle glaubten das es keinen Einsatz mehr geben wird - doch da lagen sie falsch.
Um 13:28 Uhr heulte abermals die Sirene - Einklemmte Person unter Ladewagen! Mit TANK2 und RÜST rückten alle zum Einsatzort aus. Eine Fahrradfahrerin ist auf einer Wiese mit ihrem Fahrrad gefahren. Ein Bauer der gerade mit Arbeiten am Feld beschäftigt war übersah sie. Doris wurde unter dem Ladewagen einklemmt. Mittels Südbahnwinde konnte die Person jedoch rasch befreit werden. Kurz nach 14 Uhr konnten wieder alle einrücken und der der 24 Stunden Dienst ging dem Ende zu. Sie wurden vom Kdt. Christian Lautner wieder in ihre Freizeit entlassen.
Die Männer von morgen haben bei diesem Tag nicht nur Ihre Einsatzbereitschaft und Ihr Können gezeigt, sondern auch das unter Ihnen eine sehr gute Kameradschaft herrscht.
Auch ich möchte mich im Namen des Jugendführers bei allen Beteiligten bedanken. Ohne Hilfe der Gruppen- und Zugskommandanten sowie noch weiteren Feuerwehrmitgliedern wäre eine solche Veranstaltung für die Jugendlichen undenkbar gewesen. Außerdem auch herzlichen Dank an die Firma Citroen Vanas und an das Kaufhaus Lechner.

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